3. Säule

3. Säule – freiwillig, meistens sinnvoll


Die private Vorsorge: 3a und 3b

Die 3. Säule ergänzt AHV und Pensionskasse. Sie ist freiwillig und besteht aus zwei Teilen:

  • Säule 3a: gebunden, steuerlich begünstigt und an Regeln geknüpft.
  • Säule 3b: frei, flexibler und ohne die gleiche steuerliche Förderung.
  • Grundidee: selber zusätzlich vorsorgen – für später oder für mehr Spielraum.

Kurz: 3a ist die geförderte Vorsorge mit Leitplanken. 3b ist die freie Variante ohne diese Klammer.

Säule 3a oder 3b – was ist der Unterschied?

Die Säule 3a ist für Erwerbstätige mit AHV-pflichtigem Einkommen gedacht. Du kannst jährlich nur bis zu einem gesetzlich limitierten Betrag einzahlen und die Einzahlung grundsätzlich von den Steuern abziehen.

Die Säule 3b ist freier. Dort gibt es in der Regel keine gleiche steuerliche Begünstigung, dafür auch keine vergleichbare jährliche Limite und keinen so stark gebundenen Bezug.

3a bei der Bank oder bei der Versicherung?

Für die Säule 3a gibt es nur zwei anerkannte Formen: ein Vorsorgekonto bei einer Bank oder eine Vorsorgepolice bei einer Versicherung.

Die Banklösung ist meist näher am reinen Sparen oder Anlegen. Die Versicherungslösung kann zusätzlich einen Schutz bei Tod oder Invalidität mitbringen. Genau dort liegt oft der praktische Unterschied.

Wozu dient die Säule 3a?

Die Säule 3a soll helfen, Lücken aus AHV und Pensionskasse zu ergänzen. Sie ist also gedacht, um im Alter mehr Luft zu haben.

Für Selbstständige kann sie sogar besonders wichtig sein, weil die 2. Säule dort nicht immer automatisch mitläuft.

Was Du zur Einzahlung wissen musst

Die Einzahlung in die Säule 3a ist pro Jahr limitiert. Wie hoch die Limite ist, hängt unter anderem davon ab, ob Du einer Pensionskasse angeschlossen bist oder nicht.

Neu können versäumte 3a-Beiträge unter bestimmten Voraussetzungen auch später noch für frühere Jahre nachbezahlt werden. Das macht die 3a etwas flexibler als früher.

Vorteile der Säule 3a

  • Steuervorteil: Einzahlungen können in der Regel vom Einkommen abgezogen werden.
  • Klare Vorsorgefunktion: Das Geld ist für später reserviert und verschwindet nicht so leicht im Alltag.
  • Gezielte Einsatzmöglichkeiten: Unter bestimmten Bedingungen ist ein Vorbezug möglich, zum Beispiel für selbstbewohntes Wohneigentum oder den Schritt in die Selbstständigkeit.

Nachteile der Säule 3a

  • Gebunden: Du kommst nicht jederzeit frei an das Geld.
  • Limitiert: Du kannst nicht unbegrenzt einzahlen.
  • Nicht automatisch Rundumschutz: Reines 3a-Sparen deckt Tod und Invalidität nicht zwingend mit ab.

Wenn Du Dir nur einen Satz merken willst, dann diesen: Die Säule 3a ist oft sinnvoll – aber man sollte trotzdem kurz verstehen, ob man reines Sparen oder Sparen plus Versicherung will.

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